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Kursdifferenzierung

Neigungsschwerpunkte in den Jahrgangsstufen 7 bis 10

Ab Klasse 7 erhalten die Schülerinnen und Schüler Unterricht in einem Kursfach. Dieses dreistündig unterrichtete Fach wird als viertes Hauptfach im Neigungskurs unterrichtet. Gemäß den Vorgaben der Richtlinien des Landes NRW können die Schüler an der Karl Kisters Realschule zwischen fünf Kursfä- chern wählen: Französisch, Niederländisch können aus Klasse 6 fortgeführt werden, hinzu kommen drei weitere zu wählende Fächer: Biologie, Sozialwissenschaften, Technik.

Bedeutung bei der Versetzung

Die Zensuren in diesem Kursfach sind versetzungswirksam wie ein Hauptfach, d.h. eine andere mangelhafte Hauptfach-Leistung (in den Fächern Deutsch, Englisch oder Mathematik) kann durch eine mindestens befriedigende Leistung in diesem Kursfach ausgeglichen werden. Ein späterer Wechsel dieses Kursfaches während der Realschulzeit ist in der Regel nicht mehr möglich.


Kursfach Französisch

 

Parlons français

Der Kurs baut auf das im Französischkurs der Klasse 6 Gelernte auf.
Die Schüler sollten Interesse an der Weltsprache Französisch sowie an französischer Kultur und Lebensart haben oder entwickeln. Sie sollten bereit sein, Partnerschaften mit Schülern in Frankreich aufzubauen sowie Auslandsreisen zu unseren Partnerschulen zu unternehmen.
Französisch ist eine romanische Sprache, die auf der ganzen Welt bedeutsam ist, und den Einstieg in das Erlernen weiterer romanischer Fremdsprachen (Spanisch, Italienisch usw.) eröffnen kann.

Feste Bestandteile des Faches Französisch sind seit Jahren der Austausch mit unserer Partnerschule in Bouchain, bei dem Musikprojekte durchgeführt werden, und die Vorbereitungen auf das DELF-Diplom durch unsere Lehrerinnen und Lehrer sowie die Kursfahrt nach Brüssel bzw. ins wallonische Belgien.

Kursfach Niederländisch

Wij praten Nederlands

Der Kurs baut auf das im Niederländischkurs der Klasse 6 Gelernte auf.

Niederländisch ist die regional bedeutsame Sprache unserer Nachbarn im deutsch-niederländischen Grenzgebiet.
Die Schüler sollten Interesse an der Sprache des Nachbarlandes Niederlande und niederländischer Kultur und Lebensart haben oder entwickeln. Sie sollten bereit sein, Partnerschaften mit Schülern im deutsch-niederländischen Grenzgebiet aufzubauen und in direktem Umgang die Sprache nutzen bei Treffen mit Schülern unserer Partnerschulen sowie im privaten Bereich.

Es gibt regelmäßige Austauschtage mit unserer Partnerschule in Boxmeer, bei de- nen sich die Schüler beispielsweise zum „Taaldorp“, einem auf mündliche Sprachkompetenz ausgerichteten Projekttag, treffen. Zudem werden Unterrichtsgänge in niederländische Betriebe bzw. zum Berufskolleg in Nijmegen und die Vorberei- tungen auf das CNaVT-Diplom durch die Niederländisch-Lehrerinnen und -Lehrer (u.a. Muttersprachler) durchgeführt.

Die Kursfahrt der NL-Kurse der Jahrgangsstufe 10 führt gemeinsam mit dem Französisch-Kurs nach Brüssel.

Kursfach Technik

Technik, die begeistert

Das Kursfach Technik vermittelt Methoden und Inhalte aus dem natur-wissenschaftlichen Bereich durch experimentelle bzw. theoretische Fragestellungen zu physikalisch-technischen Phänomenen.
Die Schüler sollten neben einer selbstständigen, ruhigen Arbeitsweise im naturwissenschaftlichen Bereich über „Forscherdrang“ verfügen und Ausdauer bei der Erarbeitung von experimentellen und theoretischen Fragestellungen aus dem Bereich physikalisch-technischer Phänomene besitzen. Gute bis befriedigende Mathematikleistungen sind eine Grundlage, um die theoretischen Anteile der physikalischen Technik zu erarbei- ten.

Interesse am physikalischen Experimentieren sowie Freude, Ausdauer und Geschick an der handwerklichen Erstellung von Werkstücken in der Holz- und Metallbearbeitung ergänzen das Anforderungsprofil des Faches.

Diese besondere, eng mit dem Namensgeber der Schule verbundene Profilierung der Schule, beginnt mit den Forscher-Profilklassen und setzt sich in diesem Angebot, als viertes Hauptfach Technik zu wählen, fort. Im Technik-Kurs werden intensive Kontakte zu technischen Ausbil- dungsbetrieben gepflegt. Ausbilder der Kisters Stiftung ergänzen regel-mäßig den Unterricht. Die Mühlhoff-Stiftung ermöglicht weitere Unterrichtsprojekte mit Ausbildern in den Lehrwerkstätten des Berufskollegs. Exkursionen zu Stahlfabriken, Auto- Werken, Logistik-Zentren o.ä. sind fester Bestandteil des Lehrplanes.

Die Schülerinnen und Schüler „erfahren Technik“ durch den 10er– Werkstattunterricht und erleben Technik während der Kursfahrt in Ko- operationsveranstaltungen z.B. bei Ford oder Pfeiffer-Langen.

Kursfach Biologie

 

Bio – logisch!

Das Kursfach Biologie vermittelt durch naturnahe, alltagsrelevante Experimente und Methoden naturwissenschaftliche Arbeitsweisen und Inhalte. Dabei spielen biologische Phänomene und Realobjekte eine große Rolle.

Die Schüler sollten neben einer guten Beobachtungsgabe und Merkfähigkeit ein besonderes Interesse an Fragestellungen aus verschiedenen biologischen Bereichen (z.B. Ökologie, Evolution, Vererbungslehre, Zellbiologie, Humanbiologie u. ä.) mitbringen. Sie sollen Spaß und Freude bei der Erarbeitung und Durchführung von naturwissenschaftlichen Experimenten haben. Darüber hinaus ist diese Kurswahl sinnvoll, die sie sich für Berufsbilder aus dem Bereich des Gesundheitswesens bzw. der natur- nahen Berufsfelder interessieren.

Im Kurs mit dem Hauptfach Biologie werden die biologischen Themen vertieft. Regelmäßige Projekte in der Klever Hochschule oder in ökologischen Stationen runden dieses Unterrichtspro- gramm neben Exkursionen z.B. zum Wattenmeer (hier im Rahmen von einer Kursfahrt) ab.

Kursfach Sozialwissenschaften

Unsere Gesellschaft verstehen

Das Kursfach Sozialwissenschaften baut auf dem Politikunterricht der Jahrgangsstufe 6 auf. Das Fach vermittelt durch handlungsorientierte Methoden – wie z.B. Simulations- oder Planspiele – sowohl praktische Kompetenzen als auch theoretische Grundkenntnisse zum alltäglichen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Geschehen auf nati- onaler und internationaler Ebene.

Die Schüler sollten – neben der Fähigkeit, Texte inhaltlich erfassen und wiedergeben zu können – sich mündlich und schriftlich ausdrücken können. Sie sollten ebenfalls in der Lage sein, mathematische Basiskenntnisse anzuwenden und Spaß am Umgang mit neuen Medien haben. Interesse an Fragestellungen aus den Bereichen Politik, Volks- und Betriebswirtschaft sowie Gesellschaft (wie u. a. Wahlen, Umwelt- / Energiepolitik, Recht und Jugendkriminalität, Entwicklungspolitik, Globalisierung, Wirtschaftspolitik, Unternehmensgründung und -führung, Börse und Ban- kengeschäfte) ist ebenfalls für das Fach Voraussetzung. Die Schülerinnen und Schüler sollten Freude daran haben, politische und wirtschaftliche Entwicklungen in den Medien zu verfolgen sowie Interesse zeigen, sich eine Meinung zu bilden und Stellung zu Aktualitätsfragen zu beziehen.

Zur vertiefenden Auseinandersetzung gehören im Neigungskurs Sozialwissenschaften Exkursionen zu einer Sitzung des Rates der Stadt Kleve oder einer Gerichtsverhandlung im Landgericht, die Teilnahme am Planspiel Börse (bei dem Schülerteams erfolgreich tmitmahen) sowie die Kursfahrt der Jahrgangsstufe 10 zum Bundestag bzw. Bundesrat in Berlin.

Bedeutung für die Schullaufbahn

Stellenwert für den Realschulabschluss

Für den Mittleren Bildungsabschluss (Fachoberschulreife) wird das Kursfach, wie oben beschrieben, als Hauptfach gewichtet. Am Ende der Klasse 10 wird es jedoch nicht, wie die Fächer Deutsch, Englisch, Mathematik, zentral geprüft.

Mit dem Abschlusszeugnis wird eine Berechtigung zum Besuch einer (in der Regel dreijährigen) gymnasialen Oberstufe vergeben, wenn die Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik sowie in allen übrigen Fächern im Durchschnitt befriedigende Leistungen aufweisen (Stand 2016).

Auswirkungen auf den Wechsel in gymnasiale Oberstufen

Die Fortsetzung der Fremdsprache in den Jahrgangsstufen 7 bis 10 der Realschule ist keine Vorbedingung für einen Wechsel in die gymnasiale Oberstufe. Auch Schüler ohne Fremdsprachenkurs in den Jahrgangsstufen 7 bis 10 der Realschule können nach der Klasse 10 das Abitur im dreijährigen Bildungsgang anstreben. Der direkte Übergang in die zweijährige Qualifizierungsphase der gymnasialen Oberstufe kann – bei besonderen Leistungen im Abschlusszeugnis (d.h. bei durchgängig guten Noten) – grundsätzlich nur den Schülerinnen und Schülern aus dem Sprachenkurs empfohlen werden. Ein solcher Übergang wurde aber bisher nach unserer Erfahrung von keinem Schüler, auch nicht von Schülern aus dem Französisch- oder Niederländischkurs, gewünscht. Auch die Gymnasien beraten diesbezüglich tendenziell eher von einem direkten Übergang in die Qualifikationsphase ab.